Bereits 2003 hat Daniel Jansen seine erste Pelletheizung installiert – und sie läuft noch! Der Geschäftsführer des Pelletfachbetriebs Haustechnik Jansen GmbH ist bei moderner Holzenenergie nicht nur Pionier, sondern auch Überzeugungstäter, wie er selbst von sich behauptet. Im Interview mit dem DEPI teilt der Heizungsbauer seine Erfahrungen zum Anlageneinbau und verrät, welche Wärmelösung "enkeltauglich" ist.
Was ist der Hauptgrund dafür, dass Kunden bei Ihnen die verschiedenen Heizsysteme anfragen?
Es ist der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossiler Energien und deren rasanten Verteuerung, direkt gefolgt von Nachhaltigkeit. Oft kommt dann die Frage nach der Strom-Wärmepumpe auf. Hier begibt man sich jedoch in die Strom-Abhängigkeit, und die Nachhaltigkeit davon ist auch fraglich.
Wie kann ich herausfinden, ob mein Haus für eine Pelletheizung geeignet ist?
Jedes Haus ist grundsätzlich für eine Pelletheizung geeignet. Voraussetzung ist natürlich ein Schornstein. Ist dieser nicht vorhanden, kann er aber meist auch problemlos nachgerüstet werden.
Wie unterscheidet sich ein Pelletkaminofen von einem klassischen Ofen?
Ein moderner Pelletkaminofen hat einen deutlich höheren Wirkungsgrad und Komfort, als ein herkömmlicher Kaminofen, der mit Stückholz betrieben wird. Der Reinigungsaufwand ist deutlich geringer und die Wärmeabgabe viel besser regelbar, also ein deutlicher Effizienz- und Komfortgewinn.
Welche Heizungsoptionen werden mir langfristig am meisten Nutzen bringen?
Die Pelletheizung, kombiniert mit einer Solarthermieanlage ist die "enkeltauglichste" Heizung überhaupt – in puncto Kosten, Effizienz, Heizkomfort und Klimafreundlichkeit unschlagbar. Mit dieser Kombination werden die ohnehin schon knappen Ressourcen für die nächsten Generationen bestmöglich geschont.
Welche Heizungsoption empfehlen Sie speziell für einen Altbau?
Alternativlos ist hier der Einsatz von Holzpellets. Idealerweise in Kombination mit einer Solarthermieanlage. Mehr Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit geht nicht. Optionen wie z.B. die Strom-Wärmepumpe sind zwar möglich, aber in der Gesamtbetrachtung nicht empfehlenswert.
Welche Tipps haben Sie für eine problemlose Installation eines Pelletlagers?
Ich empfehle ein Fertiglager, auch Sacksilo genannt. Es ist schnell aufgebaut und eine saubere Sache, weil es staubdicht ist – im Gegensatz zu einem klassischen Lager mit Schrägböden. Für besondere Einbausituationen, wie z. B. niedrige Räume sind auch Sonderanfertigungen möglich.
Wie sieht es mit der Wartung und Reinigung einer Pelletheizung aus: Was kann der Hausbesitzer davon selbst übernehmen?
Bei modernen Pelletheizungen fällt für den Betreiber lediglich das Entleeren der Aschebox an. Durch die saubere Verbrennung moderner Pelletheizungen ist dies lediglich 1 bis 2 Mal im Jahr der Fall. Die Reinigung und Wartung der Anlage übernehmen wir als Heizungsbauer einmal im Jahr.
Wie lautet Ihr persönliches Fazit zu Pelletheizungen?
Durchweg positiv! Unsere erste Pelletheizung haben wir vor über 20 Jahren eingebaut und sie läuft immer noch problemlos. Wir heizen privat selber seit 12 Jahren mit Holzpellets in unserem Niedrigenergie-Neubau. Wir und auch unsere Kunden würden es immer wieder tun.