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Förderprogramme
Bund und Länder unterstützen den Ausbau Erneuerbarer Energien auch bei der Wärmeversorgung. Die vielfältigen Zuschussvarianten sind jedoch nicht immer einfach zu durchschauen. Erfahren Sie hier, welche Programme für Sie in Frage kommen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 26. Juli kurzfristig umfangreiche Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bekanntgegeben. Diese gelten für Programme der KfW bereits seit dem 28. Juli 2022 und für BEG Einzelmaßnahmen beim BAFA seit dem 15. August 2022. Der folgende Text gibt die seit dem 15. August 2022 geltenden Förderbedingungen wieder. Mehr dazu im Newsartikel.
Heizen mit Pellets schont nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel
Förderfibel
Mit der Förderfibel bietet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) Verbrauchern einen übersichtlichen Leitfaden durch den Förderdschungel der Erneuerbaren Wärme. Die Informationsbroschüre gibt kompetente und leicht verständliche Antworten auf alle Fragen zu den bestehenden Fördermöglichkeiten für Pellet- und Holzheizungen durch Bund, Länder und Kommunen.
ACHTUNG: Die Förderfibel gibt den Stand der Förderbedingungen bis zum 27. Juli/14. August 2022 wieder.

BEG Einzelmaßnahmen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 26. Juli kurzfristig umfangreiche Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Teil Einzelmaßnahmen bekanntgegeben. Diese gelten für seit dem 15. August 2022 gestellte Anträge. Mehr dazu im Newsartikel Der folgende Text gibt die seit dem 15. August 2022 geltenden Förderbedingungen wieder.
Am 1. Januar 2021 hat die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit dem Teil Einzelmaßnahmen den BAFA-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) abgelöst.
Förderung von Einzelmaßnahmen nur in Bestandsgebäuden: Gebäudeeigentümer, die sich für den Einbau einer Holzzentralheizung oder eines Pelletkaminofens mit Wassertasche in ein Bestandsgebäude entscheiden, können auf eine attraktive staatliche Unterstützung bauen: Die Bundesregierung fördert den Einsatz Erneuerbarer Wärme bei der Heizungsmodernisierung als Einzelmaßnahme mit der BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) sowohl in Wohngebäuden als auch in Nichtwohngebäuden mit attraktiven Fördersätzen. Die Zuschüsse werden als direkter Investitionszuschuss ausgezahlt. Eine Kreditförderung für Einzelmaßnahmen gibt es seit dem 15. August 2022 nicht mehr.
Förderfähige Holzfeuerungen: Automatisch beschickte Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzvergaserkessel, Pelletkaminöfen mit Wassertasche sowie Kombikessel, die Pellets und Scheitholz oder Hackschnitzel und Scheitholz einsetzen können (jeweils mit einer Nennwärmeleistung ab 5 kW. Nach oben hin besteht keine Leistungsbegrenzung).
Keine Einzelmaßnahmenförderung im Neubau: Eine Förderung des Einbaus von Holzzentralheizungen in neu errichtete Gebäude ist im Rahmen der BEG Einzelmaßnahmen nicht möglich. Es kann aber für Neubauten mit sehr hohem Energie- und Nachhaltigkeitsstandard ein Förderkredit aus der BEG Wohngebäude bzw. der BEG Nichtwohngebäude bei der KfW beantragt werden (siehe KfW-Förderung für Effizienzhäuser).
BEG-Förderung für kleine Wärmenetze (sog. Gebäudenetze): Bei Anträgen, die seit dem 21. Oktober 2021 gestellt werden, fördert die BEG auch die Errichtung, den Umbau oder die Erweiterung von Wärmenetzen mit bis zu 16 angeschlossenen Gebäuden mit bis zu 100 Wohneinheiten (sog. Gebäudenetze) und den Anschluss an Wärme- und an Gebäudenetze. Voraussetzung ist, dass im Wärmenetz nach der Investitionsmaßnahme mindestens 55 Prozent Wärme aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme genutzt wird. Dabei ist für jedes angeschlossene Gebäude ein eigener Förderantrag zu stellen. Gefördert wird bei der Errichtung, dem Umbau oder der Erweiterung von Gebäudenetzen auch die Errichtung von Holzkesseln, die in diese Gebäudenetze einspeisen.
Wärmenetze mit mehr als 16 Gebäuden oder mehr als 100 Wohneinheiten werden über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert.
Fördersätze
Werden alle funktionstüchtigen Öl- oder Kohleheizungen, eine Gasetagen- oder Nachtspeicherheizungen oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung gegen eine förderfähige Holzzentralheizung ausgetauscht, beträgt der Fördersatz 20 oder 25 Prozent (Förderung mit Heizungstauschbonus). In allen anderen Fällen (z.B. einer Anlagenerweiterung oder einem Austausch einer anderen Heizungsanlage) beträgt er 10 oder 15 Prozent (Förderung ohne Heizungstauschbonus). Der Fördersatz wird auf die gesamtförderfähigen Kosten bezogen (bei Privatpersonen Bruttokosten einschließlich MwSt., bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen Nettokosten).
Innovationsbonus: Im Falle der Installation besonders emissionsarmer Kessel (max. 2,5 mg/m³ Staub) wird ein Innovationsbonus in Höhe von 5 Prozentpunkten auf die gesamten förderfähigen Kosten gezahlt. Dies gilt auch bei der Errichtung von Gebäudenetzen, aber nur für die Teile der Anlage, für die auch bei der Versorgung eines Einzelgebäudes der Innovationsbonus gezahlt wird. Es kommt dann der höhere der oben genannten Fördersätze zum Tragen.
iSFP-Bonus nicht mehr für Wärmeerzeuger: Der Bonus für Investitionsmaßnahmen in Wohngebäuden, die in individuellen Sanierungsfahrplänen (iSFP) vorgeschlagene Maßnahmen umsetzen, wird für die Neuinstallation von Wärmeerzeugern nicht mehr gezahlt, sondern nur noch für Maßnahmen an der Gebäudehülle und an der sonstigen Anlagentechnik (ohne Heizungstechnik), sowie bei der Heizungsoptimierung von Bestandsanlagen.
Förderfähige Kosten: Die förderfähigen Kosten umfassen alle notwendigen Maßnahmen für Vorbereitung und Umsetzung des Heizungsprojekts und alle damit zusammenhängende Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz der gesamten Heizungsanlage. Dazu gehören folgende Anlagenkosten und Nebenkosten für Umfeldmaßnahmen (jeweils inkl. Installation und Inbetriebnahme):
  • Wärmeerzeuger
  • Brennstoffaustragung
  • Wärmespeicher
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
  • Einrichtung eines Lagers und eines Heiz- und Technikraums
  • Anpassung des Abgassystems
  • Anpassung der Wärmeverteilung (z.B. Einbau von Flächenheizungen und Niedertemperaturheizkörpern) und der Warmwasserbereitung
  • Demontagearbeiten
  • Beratung, Planung und Baubegleitung

Begrenzung der förderfähigen Kosten: Maximal 60.000 Euro pro Wohnung bei Wohngebäuden und 1.000 Euro pro m² Nutzfläche (maximal 5 Mio. Euro) bei Nichtwohngebäuden. Diese Beträge gelten jeweils inkl. MwSt. Dies gilt auch bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen.
Werden ergänzend Förderprogramme von Ländern oder Kommunen genutzt, ist der Gesamtfördersatz bei 60 Prozent gedeckelt. Im Falle der Überschreitung muss dies dem Förderdurchführer (BAFA oder KfW) mitgeteilt werden.
Kombination mit einer Solaranlage: Wird eine förderfähige Holzfeuerung mit einer förderfähigen Solaranlage gemeinsam neu errichtet, beträgt der Fördersatz beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl- oder Kohleheizung, einer Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alte Gasheizung 30 oder 35 Prozent, ohne Heizungstauschbonus 20 oder 25 Prozent. Der höhere Fördersatz gilt jeweils bei Installation einer besonders staubarmen Holzfeuerung mit Innovationsbonus.
Kombination mit einer Wärmepumpe: Wird eine förderfähige Holzfeuerung mit einer förderfähigen Wärmepumpe gemeinsam neu errichtet, beträgt der Fördersatz beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl- oder Kohleheizung, einer Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alte Gasheizung 30 oder 35 Prozent, ansonsten 20 oder 25 Prozent. Der höhere Fördersatz gilt jeweils bei Installation einer besonders staubarmen Holzfeuerung mit Innovationsbonus. Wenn als Wärmequelle für die Wärmepumpe Wasser, Abwasser oder Erdreich erschlossen wird, kommt ein Effizienzbonus von 5 Prozentpunkten zu diesen Fördersätzen hinzu.
BEG EM: Fördersätze für Holzfeuerungen
Einzelmaßnahmemit Heizungstauschbonusohne HeizungstauschbonusInnovationsbonus 2,5 mg StaubiSFP-BonusEffizienzbonus für Wärmepumpen
Holzfeuerungen (auch bei Errichtung von Gebäudenetzen)20 %10 %5 %--
EE-Hybrid mit Holzfeuerung (auch bei Errichtung von Gebäudenetzen)30 %20 %5 %-5 %
Errichtung, Umbau oder Erweiterung von Gebäudenetzen-25%---
Wärme-/ Gebäudenetzanschluss35 %25 %---
Heizungsoptimierung15 %--5 %-
Kein Förderausschluss bei bestehender Austauschpflicht: Eine Förderung ist seit 2021 auch dann wieder möglich, wenn für das bestehende Heizsystem eine Nachrüstpflicht nach § 72 Absatz 1-3 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für mindestens 30 Jahre alte Öl- und Heizkessel besteht.
Förderung der Heizungsoptimierung: Die BEG fördert die Heizungsoptimierung mindestens zwei Jahre alter Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden, die noch nicht ausgetauscht werden. Gefördert wird dabei auch der Einbau/Austausch/Erweiterung von Pufferspeichern oder der Einbau von Brennwerttechnik. Voraussetzung ist, dass das Heizungssystem hydraulisch abgeglichen ist oder abgeglichen wird. Der Fördersatz beträgt 15 Prozent. Ein iSFP-Bonus von 5 Prozent ist möglich.
Keine Kreditförderung für Einzelmaßnahmen
Zum 28. Juli 2022 ist die Kreditförderung für Einzelmaßnahmen über die KfW für neue Förderanträge eingestellt worden: Es besteht nur noch die Möglichkeit der Beantragung von direkten Investitionszuschüssen beim BAFA. Bereits vorher beantrage Vorhaben werden nach den vorher geltenden Regelungen behandelt.
Antragsverfahren
Antragstellung: Förderanträge müssen gestellt werden, bevor der Auftrag zur Errichtung der Anlage erteilt wird! Nur Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung beauftragt und erbracht werden. Bei der Antragstellung muss die Höhe der voraussichtlichen förderfähigen Kosten angegeben werden. Diese sollten großzügig aufgerundet werden, damit kleinere Kostensteigerungen oder Umplanungen nicht zu einer Förderkürzung führen.
Auftragsvergabe sofort nach Eingang der Eingangsbestätigung möglich: Der Auftrag kann direkt nach Eingang der Eingangsbestätigung erteilt werden – es muss nicht auf den Eingang des Zuwendungsbescheids gewartet werden.

Weitere Informationen zur Antragstellung direkt beim BAFA.
Mehr zur BEG im DEPI-Flyer "Mehr Karma. Mehr Cash."

Steuerförderung
Seit 2021 können selbstnutzende Eigentümer von Wohngebäuden für alle seit 2020 installierten und in der BEG Einzelmaßnahmen (vorher BAFA-Teil des MAP) förderfähigen Maßnahmen alternativ auch die Steuerförderung für Maßnahmen der energetischen Gebäudemodernisierung in Anspruch nehmen. Diese Steuerförderung in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten fällt für Holzfeuerungen jedoch in der Regel niedriger aus als die der BEG. Wer durch seinen Steuerberater auf die Möglichkeit des Heizungstauschs mit Steuerförderung aufmerksam gemacht wurde, sollte also in den meisten Fällen besser einen Förderantrag beim BAFA stellen!
Die Steuerförderung ist allerdings nur für diejenigen Heizungsmodernisierer eine Alternative, die es versäumt haben, ihren Förderantrag rechtzeitig vor der Auftragsvergabe für die neue Holzfeuerung beim BAFA einzureichen.
Beantragt werden kann die Steuerförderung im Jahr nach der Bezahlung der neuen Holzfeuerungsanlage zusammen mit der Steuererklärung für das Vorjahr. Die Steuerförderung in Höhe von 20 Prozent wird dann aufgeteilt auf drei Jahre als Nachlass auf die Steuerschuld gewährt.
KfW-Förderung Effizienzhäuser/Effizienzgebäude
Seit dem 28. Juli 2022 gelten für die Programme der KfW innerhalb der BEG geänderte Förderbedingungen. Diese sind im folgenden Text bereits enthalten. Mehr dazu im Newsartikel
Holzzentralheizungen und wasserführende Pelletkaminöfen können weiterhin auch gefördert werden, wenn sie bei der Gebäudemodernisierung (bei sehr anspruchsvollen nachhaltigen Projekten auch im Neubau) in ein sog. Effizienzhaus (Wohngebäude) bzw. ein Effizienzgebäude (Nichtwohngebäude) eingebaut werden. Dabei darf das Gebäude bestimmte Anforderungen an den Primärenergiebedarf pro Quadratmeter und an die Wärmedurchlässigkeit der Gebäudehülle nicht überschreiten. Der Fördersatz steigt mit dem Niveau der energetischen Anforderungen.
Förderung des Einsatzes Erneuerbarer Wärme (EE-Klasse): Werden in dem modernisierten Bestandsgebäude erstmals mindestens 55 Prozent Erneuerbare Wärme eingesetzt, ist ein Bonus für die EE-Klasse in Höhe von 5 Prozentpunkten möglich. Bei Wohngebäuden erhöhen sich die förderfähigen Kosten um 30.000 Euro pro Wohnung. Alternativ dazu kann auch bei einer Nachhaltigkeitszertifizierung ein NH-Klassen-Bonus in Höhe von 5 Prozentpunkten in Anspruch genommen werden.
Förderung von Neubauten: Für Neubauten kann seit dem 21. April 2022 bis zum Jahresende für Wohngebäude und Nichtwohngebäude, die die Effizienzstufe 40 erreichen und für die eine Nachhaltigkeitszertifizierung durchgeführt wird (EH/EG 40 NH), ein Förderantrag für einen Förderkredit gestellt werden. Für die Zeit ab 2023 soll die Neubauförderung umgestellt werden.
Förderfähige Kosten: Die förderfähigen Kosten betragen bei der Förderung der Modernisierung eines Wohngebäudes mit EE-Klasse (z.B. durch den erstmaligen Einbau einer Holzzentralheizung) bis zu 150.000 Euro pro Wohnung, ansonsten bis zu 120.000 Euro pro Wohnung. Bei neuen Wohngebäuden sind es ebenfalls 120.000 Euro pro Wohnung. Bei Nichtwohngebäuden sind es sowohl bei Modernisierungen als auch bei Neubauten 2.000 Euro pro m² beheizter Nutzfläche (max. 10 Mio. Euro).
Kreditförderung: Für seit dem 28. Juli 2022 gestellte Anträge wurde auch bei der Förderung der umfassenden energetischen Modernisierung von Effizienzhäusern oder Effizienzgebäuden die Möglichkeit der Förderung über Direktzuschüsse eingestellt. Gefördert wird die umfassende Gebäudemodernisierung nur noch durch einen Förderkredit mit Tilgungszuschuss. Anträge für einen Förderkredit sind über eine Hausbank bei der KfW einzureichen. Eine Ausnahme besteht nur für kommunale Antragsteller: Sie können weiterhin direkte Zuschüsse von der KfW in gleicher Höhe erhalten.
Fördersätze:
Energetische Modernisierung von GebäudenTilgungszuschuss*Zuschuss per Zinsvergünstigung*Bonus für EE- oder NH-KlasseMax. Gesamtfördersatz
Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 EE**20 %15 %5 %40 %
Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 EE*15 %15 %5 %35 %
Effizienzhaus/Effizienzgebäude 70 EE10 %15 %5 %30 %
Effizienzhaus 85 EE (nur bei Wohngebäuden)5 %15 %5 %25 %
Effizienzhaus/Effizienzgebäude Denkmal EE5 %15 %5 %25 %
*Bei kommunalen Antragstellern, die einen direkten Investitionszuschuss beantragen, wird die Höhe des Tilgungszuschusses und des Zuschusses per Zinsvergünstigung addiert. **Für die Zeit ab dem 22. September 2022 ist die Einführung eines Bonus von 5 Prozentpunkten für Gebäude mit besonders hohem Wärmebedarf geplant (Worst Performing Buildings), wenn diese auf die 40er- oder 55er-Effizienzstufe modernisiert werden. Es ergeben sich dann max. Gesamtfördersätze von 45 bzw. 40 Prozent.
Neubau von GebäudenTilgungszuschuss*Zuschuss per Zinsvergünstigung*Gesamtzuschuss
Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 NH5 %7,5 %12,5 %
*Bei kommunalen Antragstellern, die einen direkten Investitionszuschuss beantragen, wird die Höhe des Tilgungszuschusses und des Zuschusses per Zinsvergünstigung addiert. **Für die Zeit ab dem 22. September 2022 ist die Einführung eines Bonus von 5 Prozentpunkten für Gebäude mit besonders hohem Wärmebedarf geplant (Worst Performing Buildings), wenn diese auf die 40er- oder 55er-Effizienzstufe modernisiert werden. Es ergeben sich dann max. Gesamtfördersätze von 45 bzw. 40 Prozent.

Energieeffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit (Modul 2)
Über die Bundesförderung „Energieeffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ werden im Modul 2 sämtliche Holzkessel gefördert, die mehr als 50 Prozent Prozesswärme erzeugen:
  • Entweder mit einem zinsvergünstigten Förderkredit mit Tilgungszuschüssen über das KfW-Programm 295
  • oder mit direkten Investitionszuschüssen in gleicher Höhe über das BAFA.
Förderfähig sind alle Arten von Holzkesseln, die auch in der BEG Einzelmaßnahmen förderfähig sind, aber auch luft- oder dampfführende Holzkessel und Holz-KWK-Anlagen. Die Investitions- oder Tilgungszuschüsse betragen regulär 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Bei KMU sind es 55 Prozent. Die Maximalförderung beträgt ab dem 1. November voraussichtlich 15 Mio. Euro (bis dahin 10 Mio. Euro). Beim Ersatz eines konventionellen Wärmeerzeugers, bei Investitionen ausschließlich in Solaranlagen und bei De-minimis-Beihilfen (bis zu 200.000 Euro Förderung innerhalb von drei Jahren) sind die gesamten Investitionskosten förderfähig, ansonsten nur die Investitionsmehrkosten.
Antragsverfahren: Zu beachten ist, dass mit dem Vorhaben erst nach erfolgter Zusage (Zuwendungsbescheid) von KfW oder BAFA begonnen werden darf. Von dieser Regelung kann nur in begründeten Fällen auf Antrag abgewichen werden (vorzeitiger Maßnahmenbeginn).
Beginn des Vorhabens ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Maßnahmenbeginn.
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