Pelletzertifizierung ENplus stellt sich neuen Herausforderungen

DEPI befragt Lizenznehmer

© Deutsches Pelletinstitut

Berlin, 13.05.2019
Im Jahr 2010 stellte das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) mit ENplus erstmals ein Zertifizierungssystem für die gesamte Produktions-, Handels- und Logistikkette beim Einsatz von Holzpellets am Wärmemarkt vor. Damit wurden die Grundlagen für eine umfassende Qualitätssicherung zum Heizen mit Pellets gelegt. Ziel war und ist ein reibungsloser und komfortabler Betrieb der Feuerungen. Hierzu müssen sich auch Zertifizierungssysteme aktuellen Marktanforderungen anpassen. Im Rahmen der nächstes Jahr anstehenden Veröffentlichung eines überarbeiteten internationalen ENplus-Handbuches befragt das DEPI aktuell alle Lizenznehmer in Deutschland zu ihren Erfahrungen und Verbesserungsvorschlägen.
„ENplus ist am Pelletmarkt eine Erfolgsgeschichte. Dafür sprechen einerseits die 160 Lizenznehmer im Bereich Produktion (40) und Handel (120) in Deutschland, aber auch die internationale Nachfrage: ENplus wird mittlerweile in mehr als 45 Ländern weltweit vermarktet“, sagt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. Dass Betreiber von Pelletfeuerungen in den letzten Jahren deutlich weniger Probleme mit Heizung oder Kaminofen hatten, ist eine wesentliche Errungenschaft von ENplus und den damit verbundenen Anstrengungen bei Pelletproduzenten und -händlern.
„Ein Zertifizierungssystem muss sich jedoch immer überprüfen lassen. Das DEPI diskutiert zusammen mit der Branche, welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt und welche Erweiterungen sinnvoll sind, um auch in Zukunft ein verbraucherfreundliches Produkt anzubieten“, betont Bentele. Während in der Vergangenheit primär die Qualitätssicherung der Pellets im Vordergrund stand, müssten künftig auch weitere gesellschaftspolitische Anforderungen diskutiert werden. So könnten sich beispielsweise aus der politischen Debatte um eine CO2-Bepreisung in Deutschland neue Chancen für ENplus ergeben.
Anlässlich des anstehenden 10jährigen Bestehens von ENplus 2020 befragt das DEPI die deutschen Lizenznehmer zu ihren Erfahrungen und dem Umgang mit dem Qualitätssiegel. Der per E-Mail verschickte Link zur Umfrage kann auch erneut angefragt werden. Aus den Antworten wird das DEPI als Zertifizierungsstelle des Landes mit den meisten Zertifikatnehmern weltweit Anregungen für die Überarbeitung des europäischen ENplus-Handbuchs nach Brüssel mitnehmen.
Über ENplus Das DEPI hat das ENplus-Zertifizierungssystem für Pellets zusammen mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum Leipzig (DBFZ) und unter Mitwirkung des österreichischen Pelletverbandes proPellets Austria entwickelt. Die Rechte zur internationalen ENplus-Lizenzvergabe hat das DEPI an Bioenergy Europe übertragen. Dort steht aktuell eine Überarbeitung des internationalen ENplus-Handbuchs an.
Verbraucher erkennen Qualitätspellets am ENplus-Qualitätszeichen.
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Standorte der rd. 50 ENplus-zertifizierten Pelletwerke in Deutschland.










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