Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ gestartet

Attraktiver Zuschuss oder Kredit von BAFA und KfW

© Deutsches Pelletinstitut

Berlin, 10.01.2019
Das Energieministerium (BMWi) hat seine Förderangebote zum Jahresbeginn 2019 neu strukturiert: Für „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ gibt es zukünftig sowohl eine Kredit- als auch eine Zuschussförderung in gleicher Höhe. Die Kreditförderung wird von der KfW (KfW-Programm 295) gewährt, Zuschüsse für Investoren, die keinen Kredit benötigen, wickelt das BAFA ab. Die Prozesswärmeförderung für Holzheizungen in Höhe von 30 % im BAFA-Teil des MAP entfällt.
Dabei hat das BMWi die Förderung erheblich attraktiver ausgestaltet. Investitionen werden seit Januar mit Investitions- oder Tilgungszuschüssen in Höhe von regulär 45 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert. Bei KMU sind es 55 %. Für Nebenkosten werden 30 % Förderung gezahlt. Bei De-minimis-Beihilfen (bis zu 200.000 EUR innerhalb von drei Jahren) sind die gesamten Investitionskosten förderfähig, ansonsten nur die Investitionsmehrkosten. Die Förderung beträgt maximal 10 Mio. EUR pro Vorhaben. Sie darf für die gleiche Maßnahme nicht mit anderen Förderungen (inkl. Beihilfen nach dem KWKG und EEG) kumuliert werden.
Förderfähig sind sämtliche Holzkessel, die auch im MAP förderfähig sind. Bei Holzkesseln bis 100 kW muss die Möglichkeit der Nutzung des Brennwertes überprüft und vom durchführenden Unternehmen bestätigt werden. Holzkessel ab 100 kW müssen mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet werden.
Zu den förderfähigen Kosten gehören zugehörige Brennstofflager und Wärmespeicher und die für die Einbindung in den vorhandenen Prozess und zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfassungseinrichtungen. Förderfähige Nebenkosten sind Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage.
Zu beachten ist, dass – anders als bei der MAP-Förderung – mit dem Vorhaben erst nach erfolgter Zusage (Zuwendungsbescheid) durch die KfW oder das BAFA begonnen werden darf. Von dieser Regelung kann in begründeten Fällen auf Antrag abgewichen werden. Beginn des Vorhabens ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.
Weitere Informationen zum neuen KfW-Förderprogramm 295
Weitere Informationen zum BAFA-Förderprogramm

headline

description

  • Format:News
  • Seite:DEPI
  • Thema:Förderung
    Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.