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CO2-RECHNER

Wie viel CO2 kann ich mit Holzpellets gegenüber Öl
und Gas einsparen?

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Grün sparen, statt schwarz ärgern

Münsteraner Familie setzt auf die Heizalternative Holzpellets
 

Berlin im Juni 2013. In Zeiten explodierender Ölpreise punktet eine moderne Pelletheizung nicht nur beim Klimaschutz, wie Stiftung Warentest (test 6/12) bestätigt, sondern auch bei den Heizkosten. Aktuell liegt der Preisvorteil von Pellets bei rund 30 Prozent gegenüber Heizöl. Wer die günstigen Sommerpreise nutzt, kann noch mehr sparen. Bereits 2005 entschloss sich deshalb Familie Griese aus Münster, von Heizöl auf den erneuerbaren Brennstoff Pellets umzusteigen. Seitdem kann sich die Familie über eine jährliche Heizkostenersparnis von gut 1.000 Euro freuen.

„Der günstige Pelletpreis war eine unserer Kernmotivationen, umzusteigen. Wir waren richtig wütend auf die Mineralölkonzerne“, erklären Brigitta (59) und Ludger Griese (63) aus Münster, die 2005 ihrer alten Ölheizung Lebewohl sagten. Seitdem beheizt eine Pelletanlage mit 14 kW Leistung das 1954 gebaute und im Jahr 2000 grundsanierte Einfamilienhaus und sorgt auf 180 m² Wohnfläche für wohlige Wärme. „Unsere Pelletheizung läuft seit acht Jahren wie ein Schweizer Uhrwerk“, resümiert die Familie.
 

Die zukünftige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen war der Familie wichtig: „Der Pelletpreis zeigt keine Spekulationssprünge, und unsere Heizkostenersparnis gegenüber Öl liegt bei circa 1.000 Euro im Jahr“, so Griese. Die Investition für eine Pelletheizanlage amortisiert sich aufgrund des günstigen Brennstoffpreises in der Regel nach wenigen Jahren. Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhielt die Familie zudem eine Förderung von 2.000 Euro. Aktuell liegen die finanziellen Mindestförderungen der BAFA für einen Pelletkessel sogar bei 2.400 Euro, für einen Pelletkessel mit Pufferspeicher bei 2.900 Euro. Außerdem können weitere Boni beantragt werden, z.B. für die Kombination mit einer Solarthermieanlage. Nordrhein-Westfalen bezuschusst diese Kombination zusätzlich zur BAFA mit 2.500 Euro über das Programm progres.NRW.


„Die Umweltfreundlichkeit von Pellets war für uns ein weiterer klarer Grund zum Umstieg“, so Griese. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, verbrennen Pellets nahezu klimaneutral. Stiftung Warentest (test 6/12) bescheinigt den kleinen Holzspanpresslingen sowohl im Haus ohne Wärmeschutz als auch im gut gedämmten Haus die beste Klimabilanz. „Aus sechs Tonnen Pellets entstehen nur vier Schuhkartons Asche“, erzählt Griese. Diese kann einfach über den Hausmüll entsorgt werden.

Zudem sind beim heimischen Rohstoff Holz stets optimale Versorgungssicherheit und kurze Lieferwege gewährleistet – ein weiteres Plus für die Umwelt. Dabei stehen Pellets in Sachen Lieferkomfort dem fossilen Brennstoff Öl in nichts nach. Mit Druckluft werden die Holzpellets über ein flexibles Schlauchsystem vom Tanklaster direkt in das Pelletlager eingeblasen. „Pellets sind ein grundsolider Brennstoff“, findet Griese. „Weil Pellets aus regionaler Produktion kommen, unterstützen wir damit auch die heimische Wirtschaft und tragen zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei. Das finden wir sehr gut.“ Bei Familie Griese geht das Heizen mit Pellets sogar schon in die nächste Generation: „Mein Sohn baut gerade sein Haus in KfW-70-Standard“, erzählt Griese. „Und das wird zukünftig mit einem Pelletkaminofen beheizt.“

Alles rund um das Thema Heizen mit Pellets finden Interessierte auf der Seite des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) unter www.depi.de.
 

Datenblatt

Immobilie: Einfamilienhaus
Baujahr: 1954, saniert 2000
Wohnfläche: 180 m²
Heiztechnik: Pelletzentralheizung mit unterstützenden Solarkollektoren
Heizleistung: 14 kW
 

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